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AP: Plutoniumbunker in Hanau endgültig geschlossen



AP, 30.12.05

> Plutoniumbunker in Hanau endgültig geschlossen

Salzgitter (AP) Der Plutoniumbunker in Hanau wird zum Jahresende 
endgültig geschlossen. Aus der «Staatlichen Verwahrung für 
Kernbrennstoffe», wie der Bunker offiziell heißt, seien die letzten aus 
vier Forschungs-Kleinstreaktoren stammenden Brennelemente abtransportiert 
worden, teilte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) am Freitag in 
Salzgitter mit. «Ich habe damit mein Versprechen gegenüber der Stadt 
Hanau eingehalten, die Staatliche Verwahrung vor 2008 zu schließen», 
erklärte BfS-Präsident Wolfram König.

In Hanau waren vor allem die plutoniumhaltigen Brennelemente des nie im 
Betrieb gegangenen Schnellen Brüters in Kalkar gelagert. Bereits im Mai 
hatte das BfS diese 1,7 Tonnen Plutonium nach Frankreich abtransportiert.

Bis zuletzt waren aber in dem Gebäude noch vier Unterrichtsreaktoren 
deutscher Hochschulen eingelagert, wie BfS-Sprecher Michael Hoffmann auf 
AP-Anfrage sagte. Die Brennstoffplatten daraus würden nun im Münchner 
Institut für Radiochemie umgearbeitet und zur Brennelementefertigung 
eingesetzt. Hoffmann betonte, dass es sich dabei nur um Material von 
«wenigen Kilogramm» handele. Die Forschungsreaktoren seien so schwach 
gewesen, dass man mit ihnen nicht einmal eine Glühbirne betreiben hätte 
können.

Insgesamt koste die Entsorgung des Bunker-Inventars knapp 240 Millionen 
Euro, wovon der Bund 76 Millionen Euro trage, erklärte das BfS. Unklar 
ist, was aus dem Bunker wird. Er ist Eigentum des Siemens-Konzerns, das 
BfS hatte die Lagerräume lediglich gemietet.