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DEMONSTRATION
für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen – weltweit!
"Eine
Schwalbe macht noch keinen Sommer..."
So.
24. April 2005, 14 Uhr,
Treffpunkt:
ev. Kirche in Obrigheim / Abschlusskundgebung am AKW Obrigheim
Wegbeschreibung
"Eine
Schwalbe macht noch keinen Sommer..."
Seit 37 Jahren
ist das Atomkraftwerk Obrigheim (KWO) in Betrieb, davon 24 ohne
Dauerbetriebsgenehmigung.
Im April 2005 soll es für immer abgeschaltet werden.
Ein Grund zur
Freude?
Auf der einen
Seite ist es natürlich zu begrüßen, wenn ein Atomkraftwerk
endgültig abgeschaltet wird:
Es produziert keinen Atommüll mehr, für den es kein sicheres
Endlager gibt. Das Risiko eines Störfalls ist geringer. Auf
der anderen Seite muss man sich fragen: Warum erst jetzt? Obrigheim
war seit seiner Inbetriebnahme mit hohen Sicherheitsrisiken behaftet.
Die Betreiber mussten im Lauf der Zeit in die Sicherheitseinrichtungen
noch mal etwa dieselbe Summe investieren, wie für die Errichtung
der Anlage.
Aber was bedeutet
die Abschaltung des AKW Obrigheim für den Atomausstieg in Deutschland?
Nicht eben viel: Von 18 AKW, die Anfang 2005 in Betrieb waren, wird
eines abgeschaltet. Diese 18 AKW lieferten 21.690 Megawatt. Mit
der Abschaltung Obrigheims fallen 350 MW, also 1,65 Prozent weg.
Das bedeutet aber auch, dass sich an der Menge des produzierten
Atommülls
so gut wie nichts ändert. Und genau dieser hochgiftige Müll
wird das Problem sein, mit dem sich unsere Nachkommen mindestens
100.000 Jahre beschäftigen müssen. Das sind mehr als 3.000
Generationen! Jeder weiß - sogar die AKW-Betreiber -, dass
die so genannten Zwischenlager
an den vorhandenen AKW nur eine Lösung auf Zeit sein sollen,
nämlich für 40 Jahre.
Und dann? Die
Bundesregierung hat ihre Absicht bekundet, in spätestens 40
Jahren ein Endlager zu errichten. Diese bisher folgenlose Absichtserklärung
ist die Grundlage für den Betrieb der Zwischenlager bei den
bestehenden AKW - eine politisch, rechtlich und moralisch skandalöse
Situation.
Weltweit existiert
kein einziges Endlager. Trotzdem werden im Rahmen der neuen EU-Verfassung
durch den EURATOM-Vertrag die Interessen der Atomindustrie gestärkt
und eine Renaissance der "zivilen" Atomenergienutzung
angestrebt.
Daher fordern wir
Abschaltung aller Atomanlagen weltweit!
Kein weiterer Atommüll!
Stärkung der erneuerbaren Energien!
So.
24. April 2005, 14 Uhr
Treffpunkt: ev. Kirche in Obrigheim
Abschlusskundgebung am AKW Obrigheim
Aufrufende
Gruppen: Bündnis gegen Atomanlagen; BBMN; BUND Ba-Wü; IPPNW; Werkstatt
für gewaltfreie Aktion Baden; Alternative Liste Mosbach; BIs und
Aktionsgruppen aus folgenden Städten: Augsburg, Biblis, Heidelberg,
Mannheim, Neckarwestheim, Oberhausen, Obrigheim, Philippsburg, Römerberg,
Wiesental, Wiesloch
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