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Widerstand
gegen die "Atomspirale" - von Anfang an
Stoppen wir die
Rüstungs- und Atomindustrie - Jetzt!
Als
dritter Schwerpunkt der Kampagne "Trainstopping
02" fand ein Aktionstag an der Urananreicherungsanlage
Gronau am Anti-Kriegstag auf. Die UAA Gronau hat einen zentralen
Stellenwert in der atomaren Brennstoffspirale, weil in ihr der unverzichtbare
Grundstoff für den Betrieb von AKWs verarbeitet wird.
Im September wird es Aktionen zu einem UF6 - Transport aus Pierrelate
(F) nach Gronau geben. Infos hierzu folgen - achtet auf Ankündigungen!
[Pressemitteilung
des AKU Gronau, 01.09.02]
Antikriegstag:
Atomkraftgegner/innen aus dem gesamten Bundesgebiet und aus den
Niederlanden demonstrierten vor der Gronauer Urananreicherungsanlage
Gronau
(1.9.2002):
Rund 200 Atomkraftgegner/innen aus dem Münsterland, dem gesamten
Bundesgebiet und auch aus den Niederlanden haben am Sonntag (1.9.)
vor der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage (UAA)anlässlich
des Antikriegstages für Frieden und gegen den beantragten Ausbau
der Uranfabrik und für den sofortigen Atomausstieg demonstriert.
Gleichzeitig wurde davor gewarnt, dass sogenanntes abgereichertes
Uran, dass von Gronau nach Russland geliefert wird, für die Produktion
von Uranmunition genutzt werden könnte.
Bei
der Kundgebung vor der einzigen Anlagenzufahrt kamen Vertreter/innen
der örtlichen Bürgerinitiative (Arbeitskreis Umwelt Gronau) des
Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Gewaltfreien
Aktion Atomwaffen Abschaffen (GAAA) und der Deutschen Friedensgesellschaft
/ Vereinigte Kriegsdienstgegner/innen (DFG/VK) zu Wort.
Während
der Kundgebung gab es per Telefon eine Live-Verbindung in die USA.
Eine Atomkraftgegnerin aus Tennessee informierte die Demonstrant/inn/en
in Gronau über die Pläne der Firma Urenco, auch in den USA eine
Urananreicherungsanlage zu bauen; die selbe Firma betreibt auch
die Urananreicherungsanlagen in Gronau und im niederländischen Almelo.
Weitere Grußworte des Bundesverbandes "Christliche Demokraten gegen
Atomkraft" und von australischen Atomkraftgegner/innen wurden während
der Kundgebung verlesen. Abschließend informierte Öznur Sezgin mit
einem Redebeitrag über die Situation in Kurdistan; Frau Sezgin lebt
in der Bundesrepublik, soll jedoch als nicht anerkannte Asylbewerberin
in die Türkei abgeschoben werden.
Parallel
zur Kundgebung wurde die Urananreicherungsanlage von zahlreichen
Atomkraftgegner/inn/en im Rahmen des traditionellen UAA-Sonntagsspazierganges
umrundet. Der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau, der die Kundgebung
im Rahmen des Trägerkreises "Antikriegstag in Gronau" mitorganisiert
hat, zog nach der Kundgebung und nach vielen Gesprächen mit Atomkraftgegner/innen
aus anderen Orten ein erstes Fazit: "Bundesweit gibt es viele Initiativen,
die den Widerstand gegen die UAA Gronau verstärkt unterstützen wollen.
Angestrebt wird, erstmalig nach 1999 erneut einen Urantransport
zu blockieren. Gleichzeitig soll versucht werden, im Rahmen der
bevorstehenden Öffentlichkeitsbeteiligung zum UAA-Ausbau mit zahlreichen
Einsprüchen aus dem gesamten Bundesgebiet Sand in das Getriebe des
Genehmigungsverfahrens, bzw. des Planvorhabens der Firma Urenco,
zu streuen."
Udo
Buchholz, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Bürgerinitiativen
Umweltschutz (BBU) e. V., erklärte nach der Kundgebung, dass die
Aktion in Gronau ein Grundstein zur noch intensiveren Vernetzung
von Initiativen gesetzt wurde, die in den Bereichen Uranabbau, Uranverarbeitung,
Urantransporte und Uranwaffen aktiv sind. Buchholz wörtlich: "Der
Ausbau der Zusammenarbeit unterschiedlicher Initiativen kann konkrete
Erfolge, zum Beispiel im Widerstand gegen den Uranabbau, erzielen."
Nähere
Informationen über den Widerstand gegen die UAA Gronau erteilt der
AKU Gronau unter Tel. 02562/23125. Im Internet gibt es Informationen
unter www.aku-gronau.de
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