Südwestdeutsche
Anti-Atom-Initiativen
c/o Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim
Wilhelmstr. 45/1, 71638 Ludwigsburg
PRESSEINFORMATON
04.05.2005
Darmstadt, Frankfurt,
Heidelberg, Ludwigsburg, Mannheim, Rockenhausen, Stuttgart, Trier
den 4. Mai 05
Ja
zu dieser EU-Verfassung, heißt Ja zur Atomkraft
Anti-Atom-Initativen
gegen diese EU-Verfassung und den EURATOM-Vertrag
Französische AtomkraftgegnerInnen sollen mit NEIN stimmen
Zur bevorstehenden
Ratifizierung des EU-Verfassungsvertrages äußern AtomkraftgegnerInnen
Kritik an dieser Verfassung und dem im Anhang erwähnten weiter
gültigen EURATOM-Vertrag: "Die EU-Verfassung ist militaristisch,
undemokratisch und neoliberal - Ökologie wird dem Profit geopfert,
Atomkraft gefördert."
Neben Punkten wie der Aufrüstungsverpflichtung und der Ermächtigung
zu weltweiten Kriegseinsätzen in der EU-Verfassung wird die
Fortsetzung der Privilegierung der Atomenergie durch den weiterhin
gültigen EURATOM-Vertrag kritisiert: "Statt diesen unzeitgemäßen
Pro-Atomkraft-Vertrag endlich aufzuheben wird er durch diese Verfassung
sogar noch mal bekräftigt: weiterhin sollen Millionen Euro
Steuergelder für Forschung und Neubau-Subventionen missbraucht
werden - obwohl nur eine Minderheit weiterhin auf diese Risikotechnologie
setzt und dabei ein unlösbares Atommüllproblem hinterlässt."
So Markus Pflüger von der Initiative für Atomausstieg
Trier.
"Von 25 EU-Ländern, betreiben 13 Atomkraftwerke, drei
davon wollen aussteigen. Unfälle wie in Harrisburg 1979, Tschernobyl
1986 oder Tokaimura 2001 sowie Gefahren wie Uranmunition und die
Verbreitung von Atomwaffen bei zunehmendem Terrorismus zeigen wie
anachronistisch und verantwortungslos die weitere Förderung
der Atomenergie ist" ergänzt Dieter Kaufmann vom AK gegen
Atomanlagen Frankfurt.
Die südwestdeutschen
Antiatominitiativen lehnen den EURATOM-Vertrag und diesen EU-Verfassungsvertrag
ab und unterstützen die Kampagne gegen die Ratifizierung dieses
EU-Verfassungsvertrages: "Für AtomkraftgegnerInnen ist
es selbstverständlich gegen diese EU-Verfassung zu sein - für
ein anderes Europa ohne Atomkraft müssen wir uns gegen die
Ratifizierung aussprechen!" so Heidi Lindstedt vom Aktionsbündnis
Castorwiderstand Neckarwestheim.
Die AtomkraftgegnerInnen rufen die französischen FreundInnen
daher auf, mit einem Nein zu stimmen: "In Deutschland ist keine
Volksabstimmung vorgesehen, das Parlament soll ohne eine öffentliche
Debatte die EU-Verfassung durchwinken - wir fordern alle französischen
AtomkraftgegnerInnen, UmweltschützerInnen, GlobalisierungskritikerInnen,
GewerkschafterInnen und FriedensfreundInnen auf: Wer für eine
ziviles, solidarisches, demokratisches und ökologisches Europa
ohne Atomkraftförderung ist, muss mit NEIN stimmen! Gebt mit
Eurem Nein auch uns in Deutschland eine Stimme und sagt NON!"
so die südwestdeutschen Anti-Atomkraft-Initiativen.
Statt eines
Ausstiegs sind in Europa neue Atomkraftwerke in Planung: der Europäische
Druckwasser-Reaktor EPR als europäisches Modell für AKW-Neubauten
soll von Siemens und Framatom In Frankreich und Finnland gebaut
werden, dagegen kündigen die AtomkrafgegnerInnen Widerstand
an: "Wir fordern EURENEW statt EURATOM und die sofortige Abschaltung
aller Atomanlagen - Nein zu neuen Atomanlagen, heißt Nein
zu dieser EU-Verfassung!"
Informationen
zur Kampagne gegen die Ratifizierung:
www.eu-verfassung.com
Ansprechpartner
für Rückfragen:
Markus Pflüger (Initiative für Atomausstieg Trier) mail
(@) markus-pflueger.de
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