Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim 
Am 30.10.99 Aktionstag in Kirchheim/Neckar, Ludwigsburg
und Stuttgart gegen Atommüll-Transporte ins Ausland
     
    Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim
    c/o Demokratisches Zentrum, 
    Wilhelmstr. 45/1, 71638 Ludwigsburg
     

    PRESSEANKÜNDIGUNG 28. Okt. 1999
     

    Am 30.10.99 Aktionstag in Kirchheim/Neckar, Ludwigsburg
    und Stuttgart gegen Atommüll-Transporte ins Ausland

    Unter dem Motto "Return to Sender" rollen Atommüllfässer vom
    Atomkraftwerk Neckarwestheim nach Stuttgart zu den
    Neckarwerken (NWS)

    Am Samstag vormittag, 30.10.99, veranstaltet das Aktionsbündnis 
    CASTOR-Widerstand Neckarwestheim Demonstrationen und Aktionen, die im 
    Zusammenhang stehen mit einem europäischen Aktionstag gegen Transporte in 
    die Wiederaufarboltungsanlagen. Während der symbolischen Aktion werden 
    Atommüllfässer von Kirchheim/N. über Ludwigsburg nach Stuttgart zu dem 
    Stromlieferanten NWS (Neckarwerke Stuttgart AG) befördert.

    An diesem europäischen Aktionstag, der von englischen Anti-AKW-Gruppen 
    initiiert wurde, finden u.a. Aktionen in Großbritannien, der Schweiz, Luxemburg 
    und den Niederlanden statt. Atomkraftgegnerlnnen aus dem Wendland 
    werden nach Frankreich fahren, um dort solidarisch an Aktionen
    gegen die Wivderaufatbeltungsanlage in La Hague teilzunehmen. 
    Englische und französische Atomkraftgegnerlnnen protestieren damit gegen die 
    Atommüll-Transporte aus dem Ausland, also aus Deutschland nach Sellafleld in
    England und nach La Hague in Frankreich. 
    Bundesweit wird es in verschiedenen anderen Städten Intostände zum Thema geben.
    Tagtäglich produzieren AKWs außer Strom auch Atommüll. dessen Entsorgung 
    nach wie vor nicht geklärt ist. Auch die rot-grüne Regierung setzt als Lösung für 
    dieses Problem auf die sogenannte Wiederaufarheltung (WAA) in den Anlagen 
    in Frankreich und Großbritannien Und das, obwohl Bundesumweltminister Trittin 
    schon Anfang des Jahres aus guten Gründen die WAA verbieten wollte.
    Durch den gefährlichen Prozeß der Wiederaufarbeitung, der die Umwelt ständig 
    radioaktiv verseucht, entsteht nur noch mehr Atomrnüll.

    Die Aktion des Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim 
    trägt den Titel "Retum to Sender", also zurück zum Absender. Damit wollen wir 
    auf die Neckarwerke Stuttgart AG aufmerksam machen. Die NWS AG betreibt 
    die AKWs in Neckarwesfheim und Obrigheirn. Sie ist deshalb als einer der großen 
    Stromproduzenten in Deutschland für erhebliche Mengen von produziertem 
    Atommüll verantwortlich. Für den Abtransport des strahlenden Abfalls hat das GKN
    (Gemeinschaftkernkraftwerk Neckar) beim Bundesamt für Strahlenschutz einen 
    Antrag gestellt auf Genehmigung von 10 (!) Atommülltransporten in die WAA nach 
    Sellafield.

    Es gibt keine Lösung für den ständig anwachsenden Atommüllberg!
    Unsere Aktion von Kirchheim/N. nach Sluttgart zur NWS AG soll die lrrfahrt 
    symbolisieren, die die Atomstrompruduzenten weltweit mit Atommüll durchführen. 
    Niemand weiß wohin damit und niemand will den hochradloaldlv verstrahlten Abfall haben.
    Die einzige Lösung des Problems ist die sofortige Stiillegung aller Atomanlagen.

    Ablauf der Aktion ,Return to Sender":

    Beginn um 9 Uhr auf dem Rathausplatz in Kirchhei/N, Aktion undd Demonstration in
    Kirchheim ca. eine Stunde

    Aktion in Ludwigsburg ab 10.30 Uhr ab Bahnhof zum Marktplatz und zurück (ca. 1 1/2
    Stunden)

    Aktion in Stuttgart ab 12.15 ab Hauptbahnhof (Lautenschlagerstr./Arnulf-Klett-Platz)
    Demonstration in der Innenstadt
    Abschlussaktion in Stuttgart bei der Hauptverwaltung der Neckarwerke Stuttgart AG
    (Lautenschlagerstr. 21, beim "Palast der Republik") um 13.30 Uhr


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