Ludwigsburger Kreiszeitung, 3.5.99:
GKN verlangt neue Castor-Transporte
Neckarwesthelm - Das Gemeinschaftskernkraftwerk Neckar (GKN) muß
die
Transporte abgebrannter Brennelemente ,,baldmöglichst" wieder
aufnehmen.
Mit dieser Forderung reagierte ein Sprecher des Neckarwestheimer
Atommeilers auf einen Bericht der ,,Berliner Zeitung", wonach bis Mitte
des Jahres 2000 der Betrieb der Anlagen auch ohne Atommülitransporte
gesichert sei. Ein GKN-Sprecher sagte, daß mit der anstehenden
Auswechselung von 52 Brennelementen die Kapazität der Abklingbecken
erschöpft sein werde. Ohne Transporte könne das Werk im kommenden
Jahr
nicht weiterarbeiten. Daran ändere auch nichts, daß das
Kraftwerk einen
festen Standplatz für Castor-Atommüll-Behälter anstrebe
(die LKZ
berichtete). Er könne sich nicht vorstellen, daß die Situation
bei anderen
Kernkraftwerken anders sei, sagte der Sprecher. Im Atomkraftwerk
Philippsburg könnte nach Angaben der Betreibergesellschaft Energie
Baden-Württemberg schon der Brennelementewechsel in diesem Mai
nicht
stattfinden, wenn nicht als Ersatz für den vom Bundesumweltministerium
weiter blockierten Abtransport Platz durch Umlagerungen auf dem Gelände
selbst geschaffen worden wäre. Beide Kraftwerksbetreiber betonten,
daß
Transporte noch in diesem Sommer nötig seien.
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