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PRESSEERKLÄRUNG
09.November 2003
CASTOR
Strecke voraussichtlich über Bietigheim
Trotz
des massiven Aufwandes der Polizei, die Transportstrecke
des CASTOR-Zuges geheim zu halten, sind inzwischen Einzelheiten
bekannt. AtomkraftgegnerInnen gehen davon aus, dass der
Transport die Strecke Bietigheim/Würzburg nehmen
wird.
"Wir
bleiben wachsam und sind auf plötzliche Änderungen
in der Streckenwahl vorbereitet. Wir werden deshalb alle
geplanten Mahnwachen und Infopunkte aufrecht erhalten",
so eine Sprecherin der südwestdeutschen Anti-Atom-Initiativen.
Allerdings rechnen die AtomkraftgegnerInnen aus vorliegenden
aktuellen Informationen heraus inzwischen damit, dass
der bevorstehende Atommülltransport nach Gorleben
die Strecke Karlsruhe, Pforzheim, Bietigheim, Heilbronn,
Würzburg nehmen wird.
Wie
auch schon im Voraus angekündigt, werden ab Sonntag,
den 9.11.03, Mahnwachen und Aktionen gegen den Transport
durchgeführt werden. Sobald der Transport am Montag,
den 10.11.03, bei Lauterbourg die Grenze überquert
hat, soll es mit dezentralen Aktionen von Kleingruppen
weitergehen. Eine Sprecherin der südwestdeutschen
Anti-Atom-Initiativen: "Es geht uns darum, den CASTOR-Transport
öffentlich zu machen und den gewünschten reibungslosen
Verlauf möglichst effektiv zu stören. Der Transport
soll nicht nur im Wendland aufgehalten werden, sondern
überall."
Um
sowohl AktivistInnen als auch JournalistInnen Anlaufstellen
zu bieten, wird es ab Sonntag in Maximiliansau und ab
Montag in Bietigheim (ab 16 Uhr), Waghäusel (ab 15
Uhr), Mannheim und Darmstadt Mahnwachen und Infopunkte
geben.
Informationen
zum geplanten Widerstand gegen den CASTOR-Transport gibt
es beim Infotelefon Südwest 0175-7112894, bei der
Pressestelle der südwestdeutschen Anti-Atom-Initiativen
oder auf den Internetseiten http://neckarwestheim.antiatom.de
oder http://www.castor.de.
Für
die Veröffentlichung dieser Presseerklärung
bedanken wir uns im Voraus.
PRESSEERKLÄRUNG
10.November 2003
CASTOR-Transport
in Frankreich gestoppt!
Zwei
Anti-CASTOR-Aktivisten haben sich um 11.45h hinter Luneville
an den Gleisen festgekettet. CASTOR-Zug steht.
Schon
in Frankreich gibt es deutsch-französischen Widerstand
gegen den CASTOR-Transport nach Gorleben. Ein Aktivist
aus dem Wendland und ein Franzose haben sich mit einem
Rohr unter dem Gleis fest geschlossen.
Eine
Sprecherin der südwestdeutschen Anti-Atom Initiativen:
"Somit ist das Argument, dass die Menschen in Frankreich
nur froh seien, wenn Atommüll das Land verlässt,
wieder einmal widerlegt. Es geht uns AtomkraftgegnerInnen
darum, diese Transporte zu verhindern und auf ihre Gefahren
hinzuweisen. Ganz egal, wo sie entlang fahren. Radioaktive
Strahlung kennt keine Grenzen und wir genau so wenig."
Die
südwestdeutschen Anti-Atom-Initiativen rufen alle
Menschen dazu auf, sich am Widerstand gegen den CASTOR-Transport
zu beteiligen. In Lauterbourg, Maximiliansau, Mannheim,
Waghäusel, Bietigheim-Bissingen und Käfertal
finden Mahnwache der AtomkraftgegnerInnen gegen den Transport
statt. Auch an anderen Stellen entlang der Strecke gibt
es Aktionsmöglichkeiten.
Pressemitteilung
BI Lüchow-Dannenberg, 10.11.03
Castortransport
in Frankreich 2 Stunden gestoppt
Dokumentation
einer Erklärung der französisch/deutschen Gleisankettaktion
in Frankreich, die uns per Fax mit der Bitte um Weiterleitung
zugestellt wurde:
„Wir
haben diesen Atommülltransport gestoppt um auf die immer
noch ungelöste Frage der korrekten und sicheren Handhabung
von hoch radioaktiven Müll aufmerksam zu machen. In einer
Zeit der weltweiten Angst vor Anschlägen, plant Frankreich
ein neues Atomprogramm. Die neue AKW-Generation soll unter
anderem nach Indien und China exportiert werden; Länder
in denen es immer wieder zu Krisensituationen gekommen
ist (z.B. zwischen Indien und Pakistan).
Es
ist in der heutigen Zeit unverantwortlich seitens der
Politik ein solches Vorhaben zu planen. Die Atomkraft
hat großes Leid und Elend in die Menschheit gebracht.
Die Bedrohung eines atomaren Kriegs ist gegenwärtig. Die
Atomkraft stellt außerdem jedes demokratische Recht außer
Kraft; es entsteht ein Polizei- und Überwachungsstaat,
wie es der Fall in der Region um Gorleben ist, wo diese
hochgiftige Fracht hinrollen soll.
Weit
mehr als 10.000 Polizisten besetzen diese Region in Norddeutschland,
um den Widerstand vor Ort zu verhindern: Schulen werden
geschlossen, Kinder und Erwachsene werden willkürlich
von sogenannten Ordnungskräften schikaniert, gedemütigt
und immer wieder malträtiert.
Obwohl
es sich bei diesem Transport um die Rückführung von deutschem
Atommüll handelt, meinen wir, dass dies keine Rolle spielt;
Wir haben als Mensch eine weltweite Verantwortung gegenüber
Umwelt und Menschheit. Die Gefahr der Atomkraft ist nicht
geographisch oder regional beschränkt. Sie entsteht in
jedem X-beliebigen Atomkraftwerk auf unserer Erde. Wir
fordern den sofortigen Stopp aller nuklearen Anlagen,
um somit die Gefahr einer möglichen verheerenden Katastrophe
zu bannen.“
Presseinfo
10. November 2003
CASTOR-Transport
um 16.10 über die Grenze.
Der
Transport stand nahe der Mahnwache Maximiliansau aus unbekannten
Gründen 15 Min. Um 16.30h Ankunft im Bahnhof Wörth.
Presseinfo
10. November 2003
Castor
nach Gorleben um 17.58 im Bahnhof Wörth losgefahren
Der
Atommülltransport nach Gorleben ist um 17.58 im Bahnhof
Wörth losgefahren. Es hatte zuvor eine spontane Protestveranstaltung
von AtomkraftgegnerInnen vor dem Bahnhof gegeben.
Presseinfo
10. November 2003
CASTOR
fährt in Richtung Pforzheim, also über Bietigheim
Der
CASTOR-Transport befindet sich auf dem Weg nach Bietigheim-Bissingen.
Er wird also, wie von den antiatom Initiativen vermutet,
nicht über die Rhein-Main Strecke fahren. Der Transport
wird in Bietigheim von AktivistInnen erwartet.
Presseinfo
10. November 2003
CASTOR
um 19.25h in Bietigheim-Bissingen
Der
CASTOR ist um 19.25h in Bietigheim-Bissingen angekommen.
Dort muss die Fahrtrichtung geändert werden. Am Bahnhof
findet weiterhin eine gutbesuchte Protestveranstaltung
statt.
Presseinfo
10. November 2003
CASTOR
hat um 19.50h Bietigheim-Bissingen verlassen
Der
Atommüllzug hat um 19.50h Bietigheim-Bissingen in Richtung
Heilbronn verlassen. In Bietigheim hatten AtomkraftgegnerInnen
direkt am Gleis gegen den Transport demonstriert.
PRESSEERKLÄRUNG
10.November 2003
CASTOR-Proteste
in Südwestdeutschland erfolgreich
AtomkraftgegnerInnen
halten CASTOR-Zug in Frankreich zwei Stunden lang auf.
Zahlreiche Proteste in ganz Südwestdeutschland.
Nach
Meinung der südwestdeutschen Anti-Atom-Initiativen
sind die bisherigen Proteste gegen die radioaktive Fracht
ein voller Erfolg.
Bereits in Frankreich wurde der CASTOR-Transport mit 12
Atommüllbehältern in der Nähe von Luneville
(Nähe Nancy) durch eine Aktion von AtomkraftgegnerInnen
aufgehalten. Ein französischer und ein deutscher
Aktivist hatten sich - unterstützt von sechs Weiteren
- in einem Rohr unter den Gleisen festgekettet und dadurch
die Weiterfahrt über zwei Stunden verzögert.
Entlang
der Transportstrecke von Wörth über Karlsruhe
und Heilbronn nach Würzburg versammelten sich etliche
hundert AtomkraftgegnerInnen zu Protestaktionen. Bereits
am Grenzbahnhof Lauterbourg wurde der Zug von DemonstrantInnen
in Empfang genommen. In Wörth-Maximiliansau fand
seit dem gestrigen Sonntag eine Protestmahnwache statt.
Etwa 50 AtomkraftgegnerInnen versammelten sich in Bietigheim-Bissingen
zu einem fantasievollen Demonstrationszug. Sie standen
mit Transparenten direkt am Bahngleis und forderten die
sofortige Stilllegung der Atomkraftwerke.
An der Ausweichstrecke fanden sich in Waghäusel,
Mannheim und Darmstadt AtomkraftgegnerInnen ein, um gegen
den fortlaufenden Atommülltourismus zu demonstrieren.
Trotz
des sogenannten Atomkonsens werden auf unabsehbare Zeit
Atommüllbehälter nach Gorleben transportiert
werden.
Von einer "verminderten Belastung Gorlebens",
die Umweltminister Trittin postuliert, kann keine Rede
sein. Der dortige Salzstock wird mit jedem weiteren Transport
de facto als Endlager zementiert, obwohl darüber
noch keine abschließende politische Entscheidung
getroffen ist.
Auf
dem weiteren Verlauf der Transportstrecke nach Norddeutschland
ist mit weiteren Protestaktionen gegen den Atommülltransport
zu rechnen. Zur Zeit findet in Fulda eine Kundgebung statt.
Presseinfo
10. November 2003
Ankettungsaktion:
CASTOR steht bei Züttlingen
Der
CASTOR-Zug musste wieder auf offener Strecke stoppen.
Auf der Strecke hinter Jagstfeld bei Züttlingen haben
sich zwei Personen im Gleisbett angekettet.
Presseerklärung
10. November 2003
Atommüllzug
hinter Heilbronn blockiert
Zwei
Atomkraftgegner haben sich heute abend um 20:45 Uhr in
Baden-Württemberg an der Bahnstrecke zwischen Heilbronn
und Würzburg an den Gleisen festgekettet. Die Blockade
dauerte über zwei Stunden.
Der
CASTOR-Transport war heute Nachmittag an der deutsch-französischen
Grenze in Lauterbourg angekommen und von dort über
Karlsruhe, Pforzheim, Bietigheim-Bissingen und Heilbronn
in Richtung Norden gefahren.
An
der Bahnstrecke zwischen Heilbronn und Würzburg bei
Züttlingen schafften es mehrere AtomkraftgegnerInnen,
auf die Bahngleise zu gelangen. Zwei Aktivisten ketteten
sich in einem Rohr unter dem Gleis an. Die Ankettaktion
fand in unwegsamem Gelände statt, so dass die Polizeikräfte
nur mit Mühe zu den Blockierern vordringen konnten.
Die beteiligten Personen wurden nach der Aktion in Polizeigewahrsam
genommen. Auch an der Aktion unbeteiligte Personen mussten
sich Personalienkontrollen unterziehen, manche wurden
von der Polizei in Gewahrsam genommen.
Der
Atommüllzug musste seine Fahrt durch diese Aktion
für über zwei Stunden unterbrechen.
Pressemitteilung
Hessenbaden Plenum Darmstadt, 10. November 2003
Aktion
in Darmstadt
Auch
Südhessen ist aktiv, wenn der Castorzug durchs Land
rollt: In Darmstadt blockierten 20 AktivistInnen den Intercity
2397, um 20.37 Uhr, um damit symbolisch ihrem Protest
gegen den rot-grünen Atomkonsens Ausdruck zu verleihen.
"Noch immer rollt regelmäßig Atommüll
durch Frankreich und Deutschland, ohne dass ein sicheres
Endlager für die strahlende Fracht existiert. Weiterhin
wird an der Atomtechnologie festgehalten, obwohl dies
mit immensen Entsorgungsrisiken und massiver Überwachung
- Stichwort Atomstaat - verbunden ist. Dagegen richtet
sich unsere Aktion." erklärt Pressesprecherin
Sonja Klein.
Da es sich um eine symbolische Aktion handelte, konnte
der Intercity nach 10 Minuten seine Fahrt fortsetzen.
Um den Reisenden die Ziele der AktivistInnen zu vermitteln,
wurden im Zug Flugblätter verteilt und der unfreiwillige
Aufenthalt mit Miniatur-AKWs aus Schokolade kulinarisch
versüßt. Im Anschluss an die Blockade wurden
drei Personen kurzfristig durch den in Mannschaftsstärke
angerückten Bundesgrenzschutz festgenommen.
PRESSEMITTEILUNG
11.November 2003
Blockierer
von Züttlingen werden Haftrichter vorgeführt
Die
beiden Männer, die sich bei Heilbronn an den Gleisen
fest gekettet hatten, sollen nun dem Haftrichter vorgeführt
werden. Die anderen Beteiligten der Aktion wurden inzwischen
wieder freigelassen.
In
den Vorjahren waren BlockiererInnen nach Anti-CASTOR-Aktionen
in Gewahrsam genommen und meist am nächsten Morgen
auf freien Fuß gesetzt worden. Nun setzt die Polizei
härtere Mittel ein und lässt die AktivistInnen
dem Haftrichter vorführen. Den beiden Atomkraftgegnern,
die mit ihrer Aktion den CASTOR über zwei Stunden
aufhalten konnten, droht somit unter anderem ein Schnellverfahren
oder längere Haft.
Eine
Sprecherin der Anti-Atom-Initiativen: "Wir sehen
in diesem Vorgehen eine Kriminalisierung. Wir fragen uns,
was die Polizei damit bezwecken will." Außerdem
kritisierte sie, dass der Aufenthaltsort der Aktivisten
von der Polizei nicht bekannt gegeben wird. Rechtsbeistand
zu leisten würde so nahezu unmöglich gemacht,
so die Sprecherin der Initiativen.
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