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Sonntag,
14. September 2003
Demo zum AKW Neckarwestheim
September
2003:
Seit drei Jahren gibt es nun dank rot/grün in diesem Land den
Atomausstieg im Konsens mit der Atomindustrie. Was ist
von diesem Ausstieg zu sehen? Nichts. Beim Abschalten der 19 bundesdeutschen
Atomkraftwerke ist noch kein Land in Sicht. Scheinbar stillgelegt
von dieser rot/grünen Politik sind jedoch offensichtlich große
Teile der früheren Anti-AKW-Bewegung - im tiefen Glauben, dass
es die Politik schon richten wird...
Was allerdings
zu sehen ist, ist, dass dieser Atomausstieg den jahrelangen
ungestörten Weiterbetrieb der Atomanlagen sichert und somit
eine Verdoppelung der bisher schon produzierten Menge an hochradioaktivem
Atommüll stattfindet.

Zwischen
dem Konsens-Jahr 2000 und heute
Ausstiegslüge
- am Beispiel AKW - Standort Neckarwestheim
Von der Konsensvereinbarung
zum sogenannten Atomausstieg im Sommer 2000 bis zum Baubeginn des
Neckarwestheimer Zwischen-lagers im Herbst 2003:
- wurde trotz
gegenteiliger Ankündigung noch kein AKW stillgelegt.
- wurden im
AKW Neckarwestheim 209 Tonnen hochradioaktiver Atommüll erzeugt.
- wurden aus
den zwei AKWs in Neckarwestheim 115 Tonnen hochradioaktiver Atommüll
in die Wiederaufarbeitungsanlage nach Sellafield verbracht,
in 10 Transportterminen (frühere Transporte nicht berücksichtigt).
- wurden die
Transporte trotz verstrahlter Behälter (CASTOR - Skandal)
wieder aufgenommen, ohne dass diese Probleme gelöst sind.
- wurden die
Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Heilbronn gegen das AKW Neckarwestheim
wegen der verstrahlten Transporte nach zwei Jahren sang- und klanglos
eingestellt.
- wurde in
Neckarwestheim das Interimslager für 24 Castoren V/19 genehmigt.
- wurden dort
6 Castoren mit je 19 Brennelemente / insg. 94 Tonnen Atommüll
unter freiem Himmel abgestellt.
- wurden keine
neuen Erkenntnisse gefunden, dass es je ein sicheres Endlager
geben kann.
- wurden 345
neue Brennelemente in die beiden Neckarwestheimer Reaktoren eingesetzt.
- wurden die
Ermittlungen wegen unerlaubtem Betreiben einer Anlage
eingestellt und das zweite EnBW - AKW in Philippsburg wegen Zweifel
an der Zuverlässigkeit des Betreibers für Monate abgeschaltet.
- mussten
zwischen dem Sommer 2000 und Juli dieses Jahres insgesamt 36 sogenannte
Meldepflichtige Ereignisse in Neckarwestheim gemeldet
werden.
- wurden auch
neue Erkenntnisse über den unsicheren Grund unter dem AKW
Neckarwestheim nicht weiter beachtet (18m tiefer Hohlraumeinbruch
in nur 4500m Entfernung zum AKW)
- wurden aus
La Hague mit drei Transporten 24 Castoren Atommüll nach Gorleben
zurückgebracht (aus Neckarwestheim bisher 147 Transporte
nach La Hague).
- haben tausende
von BürgerInnen Einwendungen gegen die Neckarwestheimer Atomlager
erhoben.
- wurden gegen
AtomkraftgegnerInnen wegen der Teilnahme an Demonstrationen unverschämte
Bußgelder verhängt, die vor den Amtsgerichten keinen
Bestand hatten.
- wurden Atomtransporte
von Polizeieinsätzen mit bis zu 2.500 Beamten durchgesetzt,
dabei musste die Polizei im Nachhinein rechtswidriges Vorgehen
bestätigen.
- Erwirtschaftete
das AKW Neckarwestheim für seine Muttergesellschaft EnBW
riesige Gewinne.
- wurde dagegen
die AKW - Haftpflicht nicht den enormen Risiken angepasst.
- wurden Sicherheitsstandards
nicht weiter neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen angepasst.
- wurden nach
wie vor AKW-Rückstellungen nicht angetastet (bundesweit 40
Milliarden Euro).
- wurde der
gesicherte Weiterbetrieb für Neckarwestheim mit dem Konsens
bis mind. 2021 festgeschrieben, also weit über die technisch
geplante Laufzeit.
Vertraut nicht
auf diesen verlogenen Ausstiegs-Konsens!
Wir fordern den sofortigen Atomausstieg und wehren uns gegen die
rot/grüne Ausstiegslüge. Dies geht nur mit Eurer aktiven
Teilnahme!
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Demonstration
zum AKW Neckarwestheim
Statt Ausstiegslüge &
Zwischenlager
Atomanlagen sofort abschalten!
mit
Redebeiträgen von:
BI Lüchow-Dannenberg (Gorleben)
BBMN / Strom ohne Atom
Aktionsbündnis
CASTOR-Widerstand Neckarwestheim
mit Musik von:
The Scatterbrains
Sonntag,
14. September 03
13.30 h, Kircheim./N., Bhf.
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Keine
weiteren Atommülltransporte!
Kein Zwischenlager - nirgendwo!
Sofortige Stilllegung aller Atomanlagen!
Unterstützt
uns bei der Mobilisierung!
Plakate und Aufrufe
erhaltet ihr vom Aktionsbündnis,
einfach per mail bestellen. Wir bemühen uns trotz der Sommerferien
um eine schnelle Zustellung.
Den
Aufruf könnt ihr auch hier in Form einer *.PDF-Datei
herunterladen (Größe ca. 300kb).
Links:
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